Alle lieben die Cappuccino-Fassade mit Besenstrich-Putz

Vor diesem Haus bleiben die Passanten stehen.

Autos fahren langsamer und Fußgänger bleiben stehen, wenn sie an dem neu gebauten Mehrfamilienhaus in Rheda-Wiedenbrück vorbeikommen. Manche gehen sogar aufs Grundstück und streichen mit der Hand über den Außenputz. Was die Menschen neugierig macht, ist die moderne Architektur, die cappuccinobraune Farbe, aber vor allem die Putzstruktur des Bauwerks. Waagerechte Rillen, gewollt unregelmäßig, überziehen die gesamte Fassade – eine individuelle Oberflächengestaltungstechnik, genannt „Besenstrich“.

Mut zu Architektur, Struktur und Farbe bewiesen die Bauherren eines Mehrfamilienhauses in Rheda-Wiedenbrück, indem sie sich für den Besenstrichputz an ihrem Neubau entschieden. Mit guten Argumenten und mit zahlreichen Mustern konnte Firma Heinz Vorwerk GmbH die Bauherren von diesem Rauputz überzeugen. „Wir hatten eigentlich an einen glatten, weißen Putz gedacht“. Es standen mehrere Putzstrukturen in der engeren Auswahl der Bauherren, doch die Entscheidung fiel zugunsten der Besenstrichoptik, „weil diese am ausdrucksstärksten und lebendigsten ist, mit einer ganz eigenwilligen Handschrift“, begründen die Bauherren ihre Entscheidung.

Auf das Mauerwerk brachten unsere Stuckateure zunächst einen Unterputz auf. Darauf folgte der Oberputz, eingefärbt in einem cappuccinofarbenen Braunton.

Das Fassadenbild wirkt in sich harmonisch, die gewollten Unregelmäßigkeiten des Besenstrich-Putzes fügen sich in ihrer horizontalen Ausrichtung ein. Die Rillen sind nicht mit dem Lineal gezogen, sie sind mal tief und schmal, dann breit und flach. All das macht das lebendige Fassadenbild aus.

Auch Architektin Karola Michels ist mit der „Besenstrich-Fassade“ sehr zufrieden: „Die extravagante Putzstruktur mit den unregelmäßigen Rillen gibt der Architektur einen besonderen Pfiff, der mir gut gefällt“, sagte sie in einem Knauf-Interview.

Materialhersteller: www.knauf.de
Fotos: Knauf/Mathias Lehmann

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